E-RECHNUNG

E-Rechnung: XRechnung und ZUGFeRD für kleine Unternehmen

Seit 2025 müssen alle inländischen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Dieser Leitfaden erklärt praktisch, was XRechnung und ZUGFeRD eigentlich sind, wie Sie beide öffnen und lesen, und wie Sie eingehende E-Rechnungen automatisch verarbeiten statt einzeln von Hand abzutippen.

Was sich ändert, und wann

Rechtsgrundlage ist das Wachstumschancengesetz vom 27. März 2024 und das Anwendungsschreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Kurz zusammengefasst:

Alle Übergangsfristen, Ausnahmen (Kleinbetragsrechnungen, Fahrausweise, Kleinunternehmer) und Details zur Empfangspflicht im Einzelnen stehen in unserem ausführlichen Beitrag E-Rechnung empfangen: Was B2B-Unternehmen 2025 wissen müssen. Dieser Leitfaden hier konzentriert sich auf die Formate selbst und darauf, wie Sie E-Rechnungen praktisch lesen und verarbeiten.

ZUGFeRD: die PDF-Rechnung mit eingebauten Daten

ZUGFeRD ist ein Hybridformat: eine normale, lesbare PDF-Rechnung mit einem eingebetteten XML-Datensatz im Hintergrund. Für das menschliche Auge sieht sie aus wie jede andere PDF-Rechnung, ein Buchhaltungs- oder Rechnungsprogramm kann zusätzlich die eingebetteten Daten automatisch auslesen. Nicht jedes ZUGFeRD-Profil zählt dabei als vollständige E-Rechnung - welche Profile das sind, wie Sie die Daten öffnen und wie InboxDoc sie verarbeitet, erklärt unser ausführlicher Beitrag ZUGFeRD-Rechnung öffnen und auslesen.

XRechnung: reines XML, ohne Darstellung

XRechnung ist ein reiner XML-Datensatz nach EN 16931, ohne jede visuelle Darstellung. Öffnet man die Datei direkt - etwa im Browser oder einem Texteditor - sieht man ausschließlich Code, keine klassische Rechnung zum Lesen. Das Format wurde ursprünglich für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber entwickelt und ist dort meist vorgeschrieben, wird seit 2025 aber auch im normalen B2B-Geschäft immer häufiger verschickt.

XRechnung öffnen, ohne Software zu installieren: Unser kostenloser Viewer wandelt eine XRechnung-Datei direkt im Browser in eine lesbare Ansicht um - Lieferant, Positionen, Beträge, Steuersätze. Nichts wird auf einen Server hochgeladen, keine Anmeldung nötig.

XRechnung kostenlos öffnen

Wie InboxDoc XRechnung verarbeitet: Der Viewer eignet sich für den Einzelfall - zum schnellen Nachsehen einer Datei. Kommen XRechnungen regelmäßig per E-Mail an, liest InboxDoc sie automatisch aus eingehenden Anhängen aus und extrahiert Lieferant, Betrag, Rechnungsdatum und Steuerbetrag direkt aus dem XML, ohne dass Sie jede Datei einzeln öffnen müssen.

Typische Probleme beim E-Rechnungsempfang

XML-Dateien, die sich nicht öffnen lassen
Eine XRechnung ist reines XML - ohne passendes Programm sieht man nur Code, keine lesbare Rechnung.
Händisches Abtippen trotz "maschinenlesbarer" Daten
Die Daten stecken bereits strukturiert in der Datei - wer sie nicht automatisch ausliest, tippt Beträge trotzdem von Hand ab.
Excel für den Steuerberater fehlt
Der Steuerberater will eine Tabelle, nicht 40 einzelne PDF- und XML-Anhänge aus dem Postfach.
Doppelt erfasste Rechnungen
Ein Lieferant schickt dieselbe Rechnung zweimal, oder eine Gutschrift wird versehentlich wie eine normale Rechnung verbucht.

E-Rechnung-Software für kleine Unternehmen

Worauf es bei einer Lösung für kleine Unternehmen tatsächlich ankommt:

  • – Liest XRechnung, ZUGFeRD und gewöhnliche PDF-Rechnungen gleichzeitig, ohne dass Sie zwischen Formaten unterscheiden müssen.
  • – Braucht keinen vollen Postfachzugriff: eine persönliche Weiterleitungsadresse reicht, an die Sie Rechnungen selbst weiterleiten oder die Sie direkt an Lieferanten geben.
  • – Exportiert strukturierte Daten direkt in eine Excel-Tabelle, statt in einem geschlossenen System zu bleiben.
  • – Erkennt Duplikate und Rechnungen mit Nullbetrag automatisch, statt sie unbemerkt mitlaufen zu lassen.
  • – Erfordert keine vollständige Buchhaltungssoftware, wenn Sie die eigentlich gar nicht brauchen.

InboxDoc ist genau dafür gebaut: Sie forwarden Rechnungen an Ihre persönliche InboxDoc-Adresse (oder lassen Lieferanten direkt dorthin senden) - ganz ohne Postfachzugriff. Wer lieber nichts weiterleiten möchte, kann InboxDoc stattdessen direkt mit Gmail oder Outlook verbinden. XRechnung und ZUGFeRD werden dabei ohne KI gelesen, direkt aus dem strukturierten Datensatz; gewöhnliche PDF-Rechnungen liest die KI zusätzlich aus, wie in unserem Beitrag Rechnungen aus E-Mails automatisch auslesen statt abtippen beschrieben. Die Preise und Pläne finden Sie auf unserer Preisseite.

So verarbeitet InboxDoc E-Rechnungen automatisch

Direkt nach der Anmeldung erhalten Sie eine persönliche Weiterleitungsadresse. Sie leiten Rechnungen selbst dorthin weiter, oder geben die Adresse direkt an Lieferanten - beides ohne Zugriff auf Ihr Postfach. XRechnung- und ZUGFeRD-Anhänge werden deterministisch aus dem Datenformat gelesen, ohne KI; gewöhnliche PDF-Rechnungen liest die KI zusätzlich automatisch aus. Alles landet strukturiert in einer Excel-Tabelle, bereit für Sie oder Ihren Steuerberater.

Wie die Einrichtung konkret abläuft, zeigt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Häufige Fragen

Ist eine normale PDF-Rechnung eine E-Rechnung?

Nein. Eine PDF-Rechnung ohne eingebetteten, maschinenlesbaren Datensatz gilt rechtlich als "sonstige Rechnung", nicht als E-Rechnung - auch wenn sie elektronisch per E-Mail verschickt wird. Eine echte E-Rechnung ist ein strukturierter Datensatz nach dem europäischen Format EN 16931, zum Beispiel als XRechnung (reines XML) oder ZUGFeRD (PDF mit eingebettetem XML).

Muss ich als Kleinunternehmer E-Rechnungen empfangen können?

Ja. Die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen gilt seit dem 1. Januar 2025 unabhängig von der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Beim Ausstellen eigener Rechnungen gibt es für Kleinunternehmer Erleichterungen - hier lohnt sich im Zweifel ein Gespräch mit dem Steuerberater.

Was ist der Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD?

Beide erfüllen den EN-16931-Standard, sehen aber unterschiedlich aus. XRechnung ist reines XML ohne visuelle Darstellung - öffnet man die Datei direkt, sieht man nur Code. ZUGFeRD (ab Version 2.0.1, außer den Profilen MINIMUM und BASIC WL) ist eine normale, lesbare PDF-Rechnung mit eingebettetem XML-Datensatz im Hintergrund - für einen Menschen sieht sie aus wie jede andere PDF-Rechnung.

Ab wann muss ich selbst E-Rechnungen ausstellen?

Gestaffelt: Bis Ende 2026 dürfen die meisten Unternehmen mit Zustimmung des Empfängers noch Papier- oder PDF-Rechnungen ausstellen. Ab 1. Januar 2027 gilt die Pflicht für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 €, kleinere Unternehmen haben eine Übergangsfrist bis Ende 2027. Ab 1. Januar 2028 gilt die Pflicht für praktisch alle inländischen B2B-Umsätze. Details und Ausnahmen (Kleinbetragsrechnungen, Fahrausweise) finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag zur E-Rechnungspflicht.

Wie öffne ich eine XRechnung-Datei?

Nicht mit einem normalen PDF-Reader - eine XRechnung ist reines XML und braucht ein Programm, das daraus eine lesbare Ansicht erzeugt. Mit unserem kostenlosen XRechnung- & ZUGFeRD-Viewer öffnen Sie eine einzelne Datei direkt im Browser, ohne Anmeldung und ohne dass etwas auf einen Server hochgeladen wird.

Was mache ich, wenn ich viele E-Rechnungen bekomme und nicht jede einzeln öffnen will?

Der Viewer ist für den Einzelfall gedacht - zum schnellen Nachsehen einer Datei. Wer regelmäßig E-Rechnungen bekommt, braucht ein Werkzeug, das eingehende XRechnung- und ZUGFeRD-Anhänge automatisch ausliest und die Daten direkt in eine Tabelle exportiert, statt sie einzeln von Hand zu öffnen.

Brauche ich eine Buchhaltungssoftware, um E-Rechnungen zu verarbeiten?

Nein. Die Empfangspflicht betrifft die technische Fähigkeit, eingehende E-Rechnungen zu lesen - nicht zwingend die komplette Buchhaltung. Viele kleine Unternehmen lassen sich die Daten einfach in eine Excel-Tabelle exportieren und geben diese an den Steuerberater weiter, ganz ohne eigene Buchhaltungssoftware.

Wie verarbeitet InboxDoc E-Rechnungen konkret?

InboxDoc liest XRechnung- und ZUGFeRD-Anhänge direkt aus eingehenden E-Mails aus - die eingebetteten bzw. strukturierten Daten (Lieferant, Betrag, Rechnungsdatum, Steuerbetrag) werden ohne KI direkt aus dem jeweiligen Datenformat gelesen, nicht per Texterkennung aus einem Bild geraten. Sie forwarden Rechnungen an Ihre persönliche InboxDoc-Adresse (oder lassen Lieferanten direkt dorthin senden) und bekommen die Daten automatisch als Excel-Tabelle.

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